Musikalische Volkskulturen

Vorstand/Kontakt

Jun.-Prof. Dr. Eckehard Pistrick (Vorsitzender)
epistric@uni-koeln.de

Prof. Dr. Thomas Nussbaumer (Stellvertretender Vorsitzender)
thomas.NUSSBAUMER@moz.ac.at

Dr. Bledar Kondi (Geschäftsführer)
bledar.kondi@musikwiss.uni-halle.de

Geschäftsstelle: Institut für Europäische Musikethnologie der Universität zu Köln, Gronewaldstr. 2, 50931 Köln
 (www.ifem.uni-koeln.de)

Kurzbeschreibung

1965 wurde auf dem Deutschen Volkskundekongress in Marburg die Kommission für Lied-, Musik- und Tanzforschung gegründet. Sie ist Nachfolgerin der 1945 erloschenen, bis 1912 von Rochus von Liliencron, bis 1933 von Max Friedländer und schließlich von John Meier geleiteten Volksliedkommission des Deutschen Volkskunde-Verbandes. Die Leitung hatten zunächst Fritz Bose, Rolf Wilhelm Brednich und Ernst Klusen. Am 27. September 1969 wurde die Kommission endgültig konstituiert, eine Satzung wurde beschlossen; den Vorsitz übernahm Rolf Wilhelm Brednich, die Geschäftsführung Fritz Bose.

Seit 1970 führt die Kommission im Turnus von zwei Jahre Arbeitstagungen durch. – Seit 1974 wird die Kommissionsarbeit vom Institut für Musikalische Volkskunde – früher in Neuss, seit 1986 an der Universität zu Köln – geleitet (Vorsitzende: Ernst Klusen, Wilhelm Schepping, Günther Noll, Marianne Bröcker, Klaus Näumann).

2002 erfolgte die Umbenennung in „Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen“

Aktuell

Erklärung der DGEKW-Kommission zur Erforschung Musikalischer Volkskulturen zum Krieg in der Ukraine

Liebe Mitglieder, liebe KollegInnen,

die russische Regierung unter Putin, assistiert von der belarussischen Regierung unter Aleksandr Lukaschenka, führt nach längerer Vorbereitungszeit seit dem 24.02.2022 einen völkerrechtswidrigen und flächendeckenden Angriffskrieg gegen das „ukrainische Brudervolk“ unter der legitim gewählten ukrainische Regierung unter dem Präsidenten Selenskyj. Russland schreckt dabei vor keinem Mittel zurück. So wurden u.a. tschetschenische Tötungskommandos mit dem Ziel ins Land gebracht, die politischen VertreterInnen der Ukraine „zu eliminieren“. Die Begründungen dafür sind gänzlich abstrus, wobei ohnehin keine Begründung je einen solchen Krieg rechtfertigen könnte. Der Tod von Menschen in der Ukraine, aber auch von russischen Soldaten (von denen sich viele ihrer eigentlichen Mission gar nicht bewusst sind), wird dabei für eine Staatsraison in Kauf genommen, die ein „Russisches Großreich“ anstrebt. Menschen, die in Russland und Belarus hingegen auf die Straße gehen, um gegen diese ungeheuerlichen, barbarischen Vorgänge ihrer eigenen Regierung zu demonstrieren, müssen mit harten Strafen rechnen.

Die Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft ist ein internationales Netzwerk mit dem Ziel des fachlichen Austauschs zwischen KollegInnen im Bereich der Volksmusikforschung und der Musikethnologie, ungeachtet der sogenannten „ethnischen Zugehörigkeit“, der Religion und des Geschlecht, mit regelmäßigen Tagungen und Publikationen. Als unverrückbare Basis hierfür liegt das Bekenntnis zu Toleranz, Freiheit und dem Frieden der Völker zugrunde. Die Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen fordert eine sofortige Beendigung dieser unerträglichen,  menschenverachtenden, die Völker spaltenden und größenwahnsinnigen Kampfhandlungen. Die Kommission steht an der Seite ihrer ukrainischen KollegInnen und ihrer gegen diesen Krieg protestierenden und mit diesem Krieg nicht einverstandenen russischen und belarussischen KollegInnen.

Die Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft fordert die russische Regierung auf, diesen Wahnsinn sofort zu stoppen.

Prof. Dr. Klaus Näumann (Vorsitzender), Prof. Dr. Thomas Nussbaumer, Dr. Gisela Probst-Effah, Dr. Astrid Reimers, Prof. Dr. Jasmina Talam, Christoph Meinel M.A., Timor Kaul, Mag. Walter Meixner PhD, Dr. Marguerite Rumpf, Barbara Boock, Anastasia Margariti-Börgel, Ernst Schusser, Prof. Dr. Max Peter Baumann
und weitere Kommissionsmitglieder

Die nächste Tagung findet vom 11.02.2022 bis 13.02.2022 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) in Freiburg i. Br. zum Thema „Europäische Musik“ statt.

Rundbrief Nr. 50
Rundbrief Nr. 49
Kommissionstagung 2018
Verbotene Musik

3.–6.10.2018  |  Hildesheim (Center for World Music der Universität)
Tagungsbericht

Protokolle und Dokumentationen von Arbeitstagungen

Klaus Näumann/ Gisela Probst-Effah (Hg.): Festivals popularer Musik. Tagungsbericht Köln 2010 der Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen in der deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. München: Allitera Verlag, 2012 (Musik – Kontexte – Perspektiven, Bd. 2) Weitere Informationen.

Manfred Seifert/ Marianne Bröcker (Hg.): Aspekte des Religiösen in popularen Musikkulturen. Dresden: Thelem Verlag. 312 S., 53 Abb., inkl. Datenträger mit Audio- und Videodateien. (= Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Bd. 19). (Sammelband zur Kommissionstagung in Dresden vom 08. bis 11. Oktober 2008)

Gisela Probst-Effah (Hg.): MUSIK KENNT keine GRENZEN. Musikalische Volkskultur im Spannungsfeld von Fremdem und Eigenem. Tagungsbericht Wien 1998 der Kommission für Lied-, Musik- und Tanzforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. Essen: Verlag Die Blaue Eule, 2001 (= Musikalische Volkskunde – Materialien und Analysen, hg. von Günther Noll und Wilhelm Schepping, Bd. 14)

Günther Noll / Helga Stein (Hg.): Musikalische Volkskultur als soziale Chance. Laienmusik und Singtradition als sozialintegratives Feld. Tagungsbericht Hildesheim 1994 der Kommission für Lied-, Musik- und Tanzforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. Essen: Verlag Die Blaue Eule, 1996 (= Musikalische Volkskunde – Materialien und Analysen, hg. von Günther Noll und Wilhelm Schepping, Bd. 13)

Marianne Bröcker (Hg.): Das 20. Jahrhundert im Spiegel seiner Lieder. Tagungsbericht Erlbach/Vogtland 2002 der Kommission für Lied-, Musik- und Tanzforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. Bamberg: Universitätsbibliothek Bamberg, 2004. Buch u. CD (Schriften der Universitätsbibliothek Bamberg. Bd. 12). 24 €

Günther Noll (Hg.): Musikalische Volkskultur und die politische Macht. Tagungsbericht Weimar 1992 der Kommission für Lied-, Musik- und Tanzforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. Essen: Verlag Die Blaue Eule, 1993 (= Musikalische Volkskunde – Materialien und Analysen, hg. von Günther Noll und Wilhelm Schepping, Bd. 11)

Marianne Bröcker (Hg.): Tanz und Tanzmusik in Überlieferung und Gegenwart. Bericht über die 12. Arbeitstagung der Kommission für Lied-, Musik- und Tanzforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. vom 12. bis 16. September 1990 in der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Bamberg 1992 (= Schriften der Universitätsbibliothek Bamberg, Bd. 9)

Günther Noll / Wilhelm Schepping (Hg.): Musikalische Volkskultur in der Stadt der Gegenwart. Hannover: Metzler Schulbuch, 1992 (= Musikalische Volkskunde – Materialien und Analysen. Schriftenreihe des Instituts für Musikalische Volkskunde der Universität zu Köln)

Walter Deutsch / Wilhelm Schepping (Hg.): Musik im Brauch der Gegenwart. Wien: Verlag A. Schendl, 1988 (Schriften zur Volksmusik, Bd. 12)

Jürgen Dittmar (Hg.): Dokumentationsprobleme heutiger Volksmusikforschung. Bern: Verlag Peter Lang, 1987 (Studien zur Volksliedforschung 2)

Renate Brockpähler (Hg.): Lied, Tanz und Musik im Brauchtum. Münster / Westf.: Volkskundliche Kommission für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, 1985

Gisela Probst-Effah: Feldforschung heute. Neuss: Institut für Musikalische Volkskunde, 1983

Wilhelm Schepping (Hg.): Volksmusik und elektronische Medien. Neuss: Institut für Musikalische Volkskunde, 1979

Walter Brandsch (Hg.): Zur Praxis und Theorie gegenwärtiger Volksmusikpflege. Neuss: Institut für Musikalische Volkskunde, 1977

Ernst Klusen (Hg.): Soziale Implikation – ein Aspekt der Volksmusikforschung. Neuss: Institut für Musikalische Volkskunde, 1974

Rolf W. Brednich (Hg.): Kultureller Wandel im 19. Jahrhundert. Freiburg i. Br.: Deutsches Volksliedarchiv, 1972

Vergangene Arbeitstagungen der Kommission

Freiburg i. Br. 1966
Münster 1970
Wetzlar 1972
Neuss 1974
Murnau 1976
Bremen 1978
Aichwald 1980
Münster 1982
Freiburg i. Br. 1984
Wien 1986
Köln 1988
Bamberg 1990
Weimar 1992
Hildesheim 1994
Seeon 1996
Wien 1998
Oldenburg 2000
Erlbach (Vogtland) 2002
Köln 2004
Dresden 2008
Köln 2010
Stapelfeld 2012
Köln 2014
Seeon 2016
Hildesheim 2018